Kopfdarm
1. Kopfspeicheldrüsen:
- Der Speichel durchtränkt den Bissen, macht ihn weich und leitet die Verdauung ein
- Das primäre Drüsensekret (=Primärspeichel) ist isoton; durch die Sekretion von Cl- werden Na+ und Wasser passiv »nachgezogen« und der Speichel wird verdünnt; durch Rückresorption von Na+ und Cl- in den Ausführungsgängen entsteht ein hypotones Gemisch, der Sekundärspeichel
- In den Endstücken sorgen zum Teil Myoepithelzellen für das Auspressen des Sekrets
- Das Drüsenparenchym wird durch Bindegewebssepten in Läppchen zergliedert
| Aufbau des Ausführungsgangsystems: | |
|---|---|
| Schaltstücke: | Besitzen ein flaches einschichtiges Epithel; die Zellen sind gering basophil und besitzen nur wenig Zytoplasma; das Lumen ist kleiner als das der Endstücke |
| Streifenstücke (=Sekretrohre): | Das Epithel ist einschichtig hochprismatisch; die eosinophilen Zellen besitzen eine basale Streifung |
| Intralobuläre Ausführungsgänge: | Das Epithel ist einschichtig bis mehrreihig |
| Interlobuläre Ausführungsgänge: | Das Epithel ist einschichtig bis mehrreihig |
| Hauptausführungsgänge: | Besitzen ein zweischichtig, kubisch bis hochprismatisches Epithel |
| Drüse | Endstücke | Schaltstücke | Sekretrohre | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|
| Glandula parotis (=Ohrspeicheldrüse) | serös, azinös | ++ | ++ | enthält Fettzellen |
| Glandula submandibularis (=Unterkieferdrüse) | serös>>mukös tubulo-azinös | +++ (serös) | ++ | Enthält seröse Halbmonde (von Ebner'sche Halbmonde) |
| Glandula sublingualis (=Unterzungendrüse) | mukös>>serös tubulo-azinös | - (serös) | - | |
| Glandula lacrimalis (=Tränendrüse) | serös | - | - | enthält Fettzellen |
| Pankreas | serös, azinös | +++ (mit zentroazinären Zellen) | - | enthält die endokrinen Langerhans'schen Inseln |

- Seröser Speichel enthält alpha-Amylase, Lysozym, Proteasen, IgA, Wachstumsfaktoren
- Muköser Schleim enthält Muzine
- Zentroazinäre Zellen ragen in das Lumen der Endstücke hinein:
2. Zunge:
Papillae linguales:
| Papillae filiformes (fadenförmige Papillen): | ![]() |
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| Papillae fungiformes (pilzförmige Papillen): |
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| Papillae foliatae (Blätterpapillen): |
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| Papillae vallatae (warzenförmige Papillen): | ![]() |
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Geschmacksknospen:
- Sie bestehen aus 30-80 Sinneszellen und Stützzellen
- Die hellen Sinneszellen besitzen Mikrovilli mit Rezeptoren die in die Geschmackspore hineinragen
von Ebner'sche Spüldrüsen:
- Diese serösen Drüsen liegen am Grund der Wallgräben der Papillae vallatae
- Sie spülen den Wallgraben frei und sezernieren das VEG-Protein das lipophile Geschmacksstoffe bindet
- Ähnliche Drüsen in der Nase werden Baumann'sche Drüsen genannt
3. Zähne:
Zahnentwicklung:
- Das Epithel der ektodermalen Mundbucht wächst in die Tiefe und bildet die Zahnleiste
- Daraus entstehen 20 Schmelzkappen und danach Schmelzglocken; die Schmelzglocke umgreift die mesenchymale Zahnpapille
- Der proximale Abschnitt der Zahnleiste wird zurückgebildet
Dentin:
- Wird von den Odontoblasten gebildet; die Odontoblasten senden in den Dentinkanälchen einen Fortsatz bis zum Schmelz bzw. Zement aus
- Es besteht zu ca. 70% aus Hydroxylapatit, zu 10% aus Wasser und zu ca. 20% aus organischer Substanz
Schmelz:
- Besteht zu 99% aus Hydroxylapatit und zu 1% aus organischer Substanz
- Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz des Körpers
- Er wird von Adamantoblasten (=Ameloblasten, =Enameloblasten) gebildet, allerdings nur solange, bis der Zahn durchbricht
Zement:
- Der Zahnzement ist eine besondere Form des Knochens
- In ihn sind die Sharpey'schen Fasern aus Kollagen eingemauert, die in den Alveolarknochen einstrahlen und dadurch den Zahn in der Alveolarhöhle verankern
Zahnhalteapparat (=Parodontium):
- Besteht aus dem Zahnzement, der Wurzelhaut (=Periodontium), dem Alveolarknochen und dem Zahnfleisch
- Ist eine syndesmotische Verbindung
Gingiva:
- Die Mukosa des Zahnfleisches ist fest mit dem Periost verwachsen
- Das Zahnfleisch zwischen den Zähnen nennt man die Interdentalpapillen

